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Monatsbudget pro Person: 25.-
Beim Lebensstil des intelligenten Konsums liegt der Schwerpunkt der persönlichen
Mobilität auf dem Zufußgehen und Fahrradfahren.
Eine gelegentliche Bus- oder Bahnfahrt ist in diesem Konzept schon fast
Luxus, eine Taxifahrt ein Erlebnis. Autoverkehr beschränkt sich allenfalls
auf die Teilnahme an Fahrgemeinschaften oder das gelegentliche Mieten
oder Ausleihen von Nutzfahrzeugen.
In globaler Sicht ist ein Fahrrad schon ein Luxusgegenstand! Das oben
genannte Monatsbudget deckt auf jeden Fall die Kosten für die Anschaffung
und Wartung eines Fahrrads und von (Wetter-)Schutzkleidung.
Zu der hier präsentierten Auffassung von Mobilität gehört
auch eine durchdachte Wahl des Wohnorts. Nur wenn Arbeitsplatz,
Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitorte, Familie und Freunde zu Fuß
oder per Fahrrad zu erreichen sind, lässt sich einfache Mobilität
realisieren. Wie mancher andere Aspekt des Simple Living spricht auch
dieser für ein innerstädtisches Wohnen (ohne es aber zu erzwingen).
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So sind Sie einfach
mobil:
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| Zu
Fuß: |
- Noch vor zwei bis drei Generationen war es allgemein
üblich, die alltägliche Mobilität ausschließlich
per Pedes zu realisieren. Vier Fünfteln der Weltbevölkerung
geht es heute noch so: "My feet is my only carriage",
sang der Jamaikaner Bob Marley.
- Zu Fuß zu gehen hat einige handfeste Vorteile:
- Es kostet nichts; die Kosten für Schuhe sind
über Ihr Bekleidungsbudget bereits abgegolten.
- Es ist eine der effektivsten Maßnahmen der Gesunderhaltung;
wer täglich 5-10 Kilometer zu Fuß geht, ist
bald fit wie ein Turnschuh. Von seiner Konstitution
her ist der Mensch für noch viel weitere tägliche
Strecken "ausgelegt".
- Man ist völlig unabhängig von den Fahrplänen
und -zeiten öffentlicher Verkehrsmittel.
- Diese Fortbewegungsart ist mit allen anderen beliebig
kombinierbar.
- Es ist die umweltverträglichste Form der Mobilität.
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| Mit
dem Fahrrad: |
- Ein solides Fahrrad erhalten Sie als Neukauf ab etwa
500.- Euro. Es sollte mindestens 12 Jahre genutzt werden
(kann bei guter Pflege und Wartung aber um ein Vielfaches
länger halten). Die monatlichen Anschaffungskosten,
die von Ihrem Transportbudget gedeckt werden müssen,
belaufen sich dann auf ca. 3,50 Euro. Rechnen Sie etwa den
gleichen Betrag monatlich für Wartung, Reparatur und
Ersatzteile hinzu. Wenn Sie pro Monat noch 3.- Euro für
Schutzkleidung rechnen, beansprucht das Fahrrad mit 10.-
Euro noch nicht einmal die Hälfte Ihres Transportbudgets.
- Mittlerweile wächst das Angebot an Fahrrädern
mit elektrischem Hilfsmotor (E-Bikes oder Pedelecs).
In Kombination mit Ökoström oder bei Systemen,
die sich im Rollbetrieb nachladen, ergibt sich dadurch eine
bedeutende Ausweitung persönlicher Mobilität bei
gleichzeitiger Umweltverträglichkeit. Weitere Informationen
dazu bieten Internet und Bibliotheken in Fülle.
- Sicherheit auf dem Fahrrad ist vor allem eine Frage
der persönlichen Verantwortung. Der Autor, seit 30
Jahren unfallfrei im Getümmel einer deutschen Großstadt
unterwegs, empfiehlt kompromisslose Rücksichtnahme
(auf sich und andere), Realismus, Beachtung der Regeln,
eine strikt defensive, verhaltene Fahrweise und ein jederzeit
gut bremsbares und umfassend beleuchtetes Fahrrad!
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| Öffentliche
Verkehrsmittel: |
- Das öffentliche Transportwesen fristet in Deutschland
als eine Art Zweitsystem neben dem KFZ-Verkehr ein
Schattendasein. Das merkt man unter anderem an den Fahrzeiten,
der Taktfrequenz oder den Anschlüssen. In der Stadt
sind Sie in der Regel mit dem Fahrrad genauso schnell wie
mit dem ÖPNV, damit aber völlig unabhängig
von Fahrplänen, Verspätungen und Wartezeiten.
Auch die Umweltbilanz ist zu Fuß und mit dem Fahrrad
günstiger.
- Sollten Sie öffentliche Verkehrsmittel benötigen,
um zur Arbeit zu pendeln, kommen Sie mit dem oben genannten
Transportbudget nicht aus. Sie müssen dann die Kosten
für Ihre Beförderung in ein Extra-Budget (z. B.
Berufliche Aufwendungen) ausgliedern und mit Ihren Arbeitseinkünften
verrechnen.
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| Kraftfahrzeuge: |
- Autos sind nur sinnvoll, wenn es um die Beförderung
größerer Lasten, kranker/alter Menschen, von
Personengruppen oder um Notfälle (Krankenwagen, Feuerwehr,
Polizei) geht.
- Im Budget enthalten sind gelegentliche Ausleihen oder
Mieten sowie etwas Spritgeld für Fahrgemeinschaften.
- Im Bundesdurchschnitt gibt jeder Haushalt etwa 370.- Euro
monatlich für eigene Autos aus. Das ist unter Simple-Living-Aspekten
natürlich völlig untragbar.
- Weitere Informationen zum Umgang mit Autos finden Sie
im Modul Car-Sharing
dieser Website.
- Motorräder verbrauchen ungefähr halb
so viel Ressourcen wie Autos und sind daher für ein
echtes Simple Living noch nicht akzeptabel. Hinzu kommt
die gegenüber Autos deutlich erhöhte Verletzungsgefahr
aufgrund fehlender Knautschzone (siehe Gesundheit).
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| Flugverkehr
und Sonstiges: |
- Fliegen ist nicht Teil der Alltagsmobilität
und wird deshalb hier nicht berücksichtigt. Dasselbe
gilt in den meisten Fällen für Fernreisezüge
und Schiffe.
- Fliegen ist unter Umwelt- und Klimaschutzaspekten
völlig inakzeptabel.
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