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Einfache Gesunderhaltung
   
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Monatsbudget pro Person: 25.-
(zuzüglich zu den Kosten für private oder gesetzliche Krankenversicherung)

Der Lebensstil des intelligenten Konsums (Simple Living) mit seinem hohen Maß an körperlicher und geistiger Aktivität, seiner bewussten Ernährung, seinem niedrigen Stressniveau infolge reduzierter materieller Abhängigkeit und seinem hohen Sinngehalt bietet optimale Voraussetzungen für eine effektive Gesundheitspflege. Gesundheit ist nichts, das durch passiven Konsum von Medikamenten oder Heilmitteln erreicht werden kann. Vielmehr resultiert sie aus Selbstverantwortung, Achtsamkeit und einem Leben im Rhythmus der natürlichen inneren und äußeren Ressourcen.

Entgegen der von fast allen Akteuren des Gesundheitssystems weit (und absichtsvoll) verbreiteten Propaganda, infolge der Alterung der Gesellschaft und des medizintechnischen Fortschritts werde Gesundheit zwangsläufig zum kostspieligen Gut, ist Gesundheitspflege in Wirklichkeit eine simple und preiswerte Angelegenheit, wenn dabei einige Prinzipien des einfachen Lebens beachtet werden:

  1. Übertriebener Konsum ist gesundheitsschädlich und führt durch seine Auswirkungen (z. B. Stress, Abhängigkeit, Zeitnot, Fehlernährung usw.) zu Zivilisationerkrankungen.
  2. Eine einfache, giftfreie, bewusst genossene Kost ist neben ausreichendem Schlaf und angemessener Hygiene die Basis der Gesunderhaltung.
  3. Beweglichkeit des Körpers, Kraft, Koordination und Kondition werden durch regelmäßige und richtige Bewegung im Alltag trainiert. Ein einfacher Lebensstil, der zur Bewältigung von Wegen und Arbeiten hauptsächlich auf Körperkräfte zurückgreift, erspart sowohl die Kosten als auch den Zeitaufwand für Sport. Die Bewegung im Alltag sollte durch ein Grundwissen über die Grenzen der Belastbarkeit und die Vermeidung von Fehlhaltungen begleitet werden.
  4. Sport und Fitness sind heute vor allem ein Riesengeschäft und eine gigantische kollektive Energieverschwendung. Als maßvolle und regelmäßige Ergänzung zu einem möglichst hohen Bewegungsniveau im Alltag ist Sport aber zu empfehlen, sofern er ohne großen Zeit- und Geldaufwand betrieben werden kann (z. B. Waldlauf, Bolzplatz, Schwimmbad, Heimtraining) und nicht vom Leistungsgedanken verzerrt wird.
  5. Lebensfreude (Zufriedenheit, Angstfreiheit, Zeitwohlstand, als sinnvoll erlebte Tätigkeiten, Selbstbestimmung) führt zu einer entspannten Grundhaltung, die hochgradig gesundheitsfördernd wirkt.
  6. Verbindliche, harmonische menschliche Beziehungen wirken nachgewiesen positiv auf Gesundheit und Lebensdauer.

 

So erhalten Sie sich durch einfaches Leben gesund:

Ernährung:
  • Die Prinzipien einer einfachen, gesunden Kost werden im Abschnitt über Ernährung bereits ausführlich beschrieben.
Schlaf:
  • Regelmäßiger, ausreichender Schlaf ist die Grundlage jeder Gesundheit. Investieren Sie in ein gutes Bett und eine hochwertige Matratze. Entwickeln und pflegen Sie auch Ihre persönliche Schlafhygiene.
  • Ein Nickerchen zwischendurch ist empfehlenswerter als jede Tasse Kaffee!
Hygiene:
  • Die klinischen Hygienevorstellungen unserer Zeit wirken nachweislich schon wieder schädlich auf die Gesundheit. Beispiele sind Allergien bei Kindern oder die Schädigung des Säureschutzmantels der Haut durch übertriebenes Duschen. Hier sollen keine allgemeingültigen Tipps gegeben werden, da Hygiene ein sehr persönliches Thema ist. Es wird aber angeregt, sich individuell weiter zu informieren und die eigenen Hygienegewohnheiten kritisch zu prüfen.
Kleidung:
  • Auch angemessene Kleidung gehört zur Gesundheitsvorsorge. Achten Sie vor allem auf optimalen Temperaturausgleich (Kälteschutz) und hochwertige Schuhe, um Ihre Füße, Gelenke und Muskulatur (bis hinauf zu Rücken und Hals) nicht zu schädigen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt über einfache Kleidung.
Wohnung:
  • Die Wohnung muss sauber, trocken, ruhig, groß und hell genug sowie ausreichend geheizt und gelüftet sein. Die Prinzipien des einfachen Wohnens wirken gesundheitsfördernd, da sie den Rahmen für eine ausreichende Wohnversorgung herstellen.
Medikamente:
  • Weniger ist mehr, vor allem beim Medikamenteneinsatz. Die verträglichsten, preiswertesten und wirksamsten Medikamente sind Zeit und Ruhe. Nehmen Sie bei Bedarf ergänzend Medikamente ein, die Symptome lindern und den Heilungsprozess unterstützen. Nehmen Sie aber auf Dauer keine Medikamente, die Krankheitssymptome überdecken und ein (teilweises) Ignorieren der Krankheit ermöglichen, außer bei unheilbaren Krankheiten.
Arbeit:
  • Die Arbeit ist so zu gestalten, dass Belastung den Organismus nicht schädigt und Stress möglichst gar nicht erst aufkommt. Vermeiden Sie körperliche und zeitliche Überforderung ebenso wie einseitige Belastung (z. B. lange Bildschirmarbeit) und das Pendeln zur Arbeitsstelle. Seien Sie auch wachsam im Umgang mit Chefs, Kollegen und Kunden: Lassen Sie sich weder ausbeuten noch mobben. Wählen Sie keinen Arbeitsplatz, auf den Sie alternativlos angewiesen sind. Ein einfacher Lebensstil hilft dabei, Rücklagen zu bilden, so dass Sie auch eine Zeitlang ohne Arbeit auskommen können. Vermeiden Sie Schulden und finanzielle Verpflichtungen. Sorgen Sie so dafür, dass Sie ruhig schlafen können!
Achtsamkeit:
  • Vermeiden Sie gefährliche oder gesundheitsschädigende Aktivitäten. Dazu gehören riskante Hobbies wie Motorradfahren, Skifahren, Tauchen, Flugreisen und vieles mehr. Auch der dauerhafte Konsum von Alkohol, Nikotin, Drogen und vielen Medikamenten ist mit ernst gemeinter Gesundheitsvorsorge nicht zu vereinbaren.
Ausgaben:
  • Seien Sie zurückhaltend beim Kauf von Arzneimitteln. Eine kleine Hausapotheke mit einem Dutzend bewährten Mitteln reicht im Regelfall aus. Wenden Sie einen Teil Ihres Gesundheitsbudgets lieber für Präventivausgaben (z. B. Schwimmverein, Rückenschule, Feldenkrais-Seminar usw.) auf. Wählen Sie eine Krankenkasse, die keinen Zusatzbeitrag erhebt und Ihnen Spartarife und ein Prämiensystem für gesunde Lebensführung anbietet.
Im Krankheitsfall:
  • Seien Sie zunächst Ihr eigener Leibarzt: Verschaffen Sie sich ein Grundlagenwissen, um im Krankheitsfall adäquat reagieren und sich selbst behandeln zu können. Dazu gehört aber auch, die Grenzen von Eigenbehandlung und Selbstheilung zu erkennen und dann Hilfe zu holen.
Gesundheitssystem:
  • Wählen Sie sich einen Hausarzt, der die hier beschriebenen Prinzipien akzeptiert und mit dem Sie reden können. Bauen Sie eine verbindliche, langfristige Patient-Arzt-Beziehung auf. Bewahren Sie sich eine gesunde Skepsis gegen Vorsorgeuntersuchungen, Krankenhäuser, Kuren und die Apparatemedizin. Kümmern Sie sich auch um eine Patientenverfügung, um Ihre Selbstbestimmung sogar im äußersten Fall möglichst zu erhalten.
Psychohygiene:
  • Leib und Seele bilden eine Einheit. Verschaffen Sie sich jeden Tag Entspannung und angenehme Erlebnisse. Genießen Sie Ihren Körper, Ihr Essen, Ihre Hygiene, die Natur, Ihre Arbeit und Ihre Freizeit bewusst. Nehmen Sie sich Rückzugszeiten, um nach innen zu fühlen und nachzudenken. Falls es belastende (innere) Konflikte oder psychische Erkrankungen gibt, holen Sie sich professionelle Hilfe. Pflegen Sie wenige, aber tiefe Freundschaften, in denen Sie auch über Ihre Gefühle sprechen können. Sorgen Sie für ausreichende und angenehme körperliche Betätigung. Betätigen Sie sich auf jeden Fall musisch und drücken Sie sich dadurch aus. Suchen Sie den Kontakt mit Gleichgesinnten. Tun Sie ab und zu auch etwas unentgeltlich für andere. Und kultivieren Sie Selbstdistanz und Humor.
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