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Klimaschutz - Das Ziel
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Klimaschutz

Setzt man alle hier vorgeschlagenen Klimaschutzmaßnahmen im Alltag um, so ist - beim heutigen Lebensstandard und mit der heutigen Technologie - etwa folgende Verbesserung der persönlichen Emissionsbilanz möglich:

Lebensbereich
Durchschnitt
 
Optimiert
Wohnen, Strom, Heizung, Warmwasser
3 t
 
1 t
Ernährung
1,5 t
 
1 t
Sonstiger Konsum
3,5 t
 
2 t
Infrastruktur
1,5 t
 
1,5 t
Transport, Mobilität, Reisen
2,5 t
 
0,5 t
Summe
12 t
 
6 t

Es ist also quasi aus dem Stand heraus möglich, allein durch ein durchdachtes Verhalten - den intelligenten Konsum - die Emission von Treibhausgasen gegenüber dem Durchschnitt um etwa 50 Prozent zu reduzieren.

Das Ziel des Weltklimarats (IPCC), nach dem ab sofort die persönliche Klimabilanz jedes Menschen auf der Erde bei maximal etwa 3 Tonnen Treibhausgas pro Jahr liegen müsste, wird damit dennoch um etwa 25 Prozent verfehlt; es ist auch mit intelligentem Konsum zum heutigen Zeitpunkt in Deutschland nicht zu erreichen, ohne dass das Existenzminimum unterschritten würde.

Das weltweite Klimaziel von 3 Tonnen Treibhausgas pro Person und Jahr wäre aber wohl mit Leichtigkeit zu schaffen, wenn von politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Seite folgende Bedingungen erfüllt würden:

  • Allgemeine Umstellung auf regenerative, klimaneutrale Energien im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung, kombiniert mit klimaorientierter Renovierung der Häuser.
  • Biologischer Anbau als Standard bei der Lebensmittelerzeugung.
  • Umstellung auf regenerative, klimaneutrale Energien und Produktionsweisen in Industrie, Handel und Öffentlichem Dienst, die zur Reduzierung der "Grauen Energie" von Konsumgütern und Dienstleistungen um mindestens die Hälfte führen müsste.
  • Einführung von klimaneutralen Antrieben im Transportwesen.
  • Breiter Konsens über die Notwendigkeit von intelligentem Konsum.

Keine der derzeit im Deutschen Bundestag sitzenden Parteien zeigt ernsthaftes Interesse an einer Verfolgung dieser Ziele (im Gegenteil, die kommende Klimakatastrophe wird systematisch mit dem Geld der Bürger subventioniert, wie zuletzt die "Abwrackprämie" gezeigt hat). Den Politikern fehlt ein tragfähiges Konzept für den Klimaschutz; bestenfalls werden einzelne Aspekte halbherzig verfolgt. Deshalb hat es im Moment keinen Zweck, auf Verbesserungen von oben zu warten; gefragt sind die Verbraucher und ihre Macht, durch verändertes Konsumverhalten Verbesserungen zu erreichen.

Klimafazit:

  • Der Klimawandel entsteht durch die Summe der Treibhausgas-Emissionen, die weltweit jede/r einzelne durch Verhalten und Konsum verursacht. Der Großteil der Möglichkeiten, das Klima aktiv zu schützen, liegt bei uns Bürgern. Intelligenter Konsum könnte sehr zeitnah die persönlichen Treibhausgas-Emissionen um etwa die Hälfte reduzieren.
  • Aufgrund einer rückständigen Produktions- und Energietechnologie bringt jeder ausgegebene Euro heute im Schnitt 500 g Treibhausgase mit sich. Durch eine veränderte Nachfrage, hin zu klimafreundlicheren Gütern, müsste mindestens eine Halbierung dieses Wertes angestoßen werden, um die globalen Klimaschutzziele in Deutschland zu erreichen.
  • Die Politik müsste geeignete technische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für einen klimafreundlicheren Konsum fördern, macht aber das genaue Gegenteil: die kommenden Gefahren werden ignoriert, der Klimawandel wird auf fast allen Ebenen subventioniert. Keine der heute im Bundestag vertretenen Parteien kann von diesem Vorwurf ausgenommen werden.

 

Download: Ihr persönlicher Aktionsplan für Klimaschutz im Alltag (PDF)

 

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